
Wir haben gerade unsere Unistra-Zugangsdaten erhalten, öffnen die Mail-App auf unserem Telefon, und da: welcher Eingangsserver, welcher Port, Exchange oder IMAP? Die Universitätsmail von Straßburg basiert auf Partage (einer Zimbra-Infrastruktur), und die Konfiguration auf Mobilgeräten folgt nicht ganz denselben Wegen wie ein klassisches Gmail- oder Outlook-Konto. Hier ist, wie man es anstellt, ohne eine Stunde lang in den Einstellungen herumzuprobieren.
Ende des responsiven Webmails auf Partage: Warum die Konfiguration einer App obligatorisch wird
Seit April 2026 ist Partage nicht mehr im responsiven Design. Konkret bedeutet das, dass das Öffnen von partage.unistra.fr im Browser des Smartphones keinen korrekten Zugriff auf Mails, Kalender oder Kontakte mehr ermöglicht. Die Universität selbst sagt es: Man muss jetzt eine mobile App verwenden, die entweder in Exchange oder IMAP konfiguriert ist.
Diese Änderung macht die hier beschriebene Vorgehensweise nicht optional, sondern notwendig für jeden, der seine Universitätsmail in Straßburg außerhalb eines Computers abruft. Und da Push-Benachrichtigungen nur mit einer korrekt konfigurierten nativen App funktionieren, sollte man es gleich von Anfang an richtig machen.
Man kann übrigens seine Universitätsmail in Straßburg sowohl auf Android als auch auf iPhone konfigurieren, vorausgesetzt, man wählt das richtige Protokoll je nach Profil (Student oder Personal).
Exchange oder IMAP auf Mobilgeräten: Welches Protokoll je nach Unistra-Konto wählen
Die offizielle Dokumentation der Universität Straßburg unterscheidet zwei Konfigurationsmethoden. Die Wahl hängt nicht von einer persönlichen Vorliebe ab: Sie hängt vom Kontotyp ab.

- Exchange: reserviert für professionelle Konten (Lehrer, Forscher, Verwaltungspersonal). Diese Konfiguration synchronisiert in einem einzigen Vorgang die Mails, Kontakte und den persönlichen Kalender von Partage. Der Nachteil: Man hat keinen Zugriff auf die Kalender, auf die man abonniert ist, sondern nur auf den eigenen.
- IMAP: zugänglich für professionelle Konten und Studentenkonten. Die Konfiguration ist etwas länger, da man die eingehenden und ausgehenden Server manuell eingibt. Allerdings ist dies die einzige Option für Studenten und Doktoranden.
Wenn man Student ist, ist die Frage schnell geklärt: IMAP. Wenn man Personal ist, bleibt Exchange die flüssigste Wahl für die tägliche Nutzung auf dem Smartphone.
IMAP- und SMTP-Einstellungen für die Mail von Straßburg: die genauen Werte
Hier scheitern die meisten Konfigurationen. Man gibt einen falschen Port ein, vergisst SSL, und die App zeigt “Server kann nicht überprüft werden” an. Hier sind die Parameter, die ohne Änderungen in die Mail-App eingegeben werden müssen.
Empfangsserver (IMAP)
Serveradresse: imap.ac-strasbourg.fr für die akademische Mail. Sicherheit: SSL. Port: 993. Die Kennung ist die vollständige E-Mail-Adresse, nicht der kurze Login.
Versandserver (SMTP)
Serveradresse: smtps.ac-strasbourg.fr. Sicherheit: SSL. Port: 465. Das Passwort ist identisch mit dem der Mail.
Achtung: Für Unistra-Konten (Studenten und Mitarbeiter, die Partage anstelle des akademischen Webmails verwenden) sind die Server unterschiedlich. Die Rückmeldungen variieren diesbezüglich je nach Fachbereich, und die Unistra-Dokumentation veröffentlicht nicht immer dieselben Servernamen je nach Anleitung. Im Zweifelsfall umgeht die Konfiguration von Exchange (für professionelle Konten) das Problem, da die App die Server automatisch erkennt.

Multifaktor-Authentifizierung Unistra und Anwendungs-Passwort
Seit 2023 verlangt die Universität Straßburg eine Multifaktor-Authentifizierung (MFA) für den Zugang zum ENT, zu Ernest und zur Mail. In einem Browser bedeutet dies eine zusätzliche Bestätigung nach dem Passwort. Auf Mobilgeräten ist die Auswirkung subtiler.
<pEinige Mail-Apps (Outlook, Gmail, Mail auf Samsung) unterstützen die MFA nativ über ein integriertes Web-Authentifizierungsfenster. Andere, ältere oder einfachere, unterstützen sie nicht. In diesem Fall muss ein Anwendungs-Passwort aus den Einstellungen des Unistra-Kontos generiert werden, und dieses spezifische Passwort muss anstelle des üblichen Passworts bei der IMAP- oder Exchange-Konfiguration verwendet werden.
Dieser Mechanismus ist bereits in mehreren französischen Akademien verbreitet, die auf die neue Mail der Nationalen Bildung umgestiegen sind. Das Prinzip bleibt dasselbe: ein einzigartiges, langes Passwort, das automatisch generiert wird und das man einmal in die mobile App kopiert und einfügt.
Synchronisation der Zimbra-Ordner auf dem Smartphone einschränken
Sobald das Konto hinzugefügt wurde, hat man manchmal eine unübersichtliche Ordnerstruktur: Entwürfe, Papierkorb, Archive, Gesendete, plus alle benutzerdefinierten Ordner, die in Partage erstellt wurden. Auf Mobilgeräten verlangsamt die Synchronisation aller Ordner die App und verbraucht unnötig Akku.
Die gute Praxis, die von mehreren Universitäten, die Zimbra verwenden, dokumentiert ist, besteht darin, die Synchronisation von wenig genutzten Ordnern zu deaktivieren (Archive, Spam, alte Ablageordner). Auf Android (Gmail oder native Mail-App) gelangt man zu dieser Einstellung in den Kontoeinstellungen, dann unter “Zu synchronisierende Ordner”. Auf dem iPhone (Mail-App) ist die Verwaltung eingeschränkter, aber man kann zumindest auswählen, welche Ordner als Favoriten angezeigt werden.
Die Synchronisation auf den Posteingang, die Gesendeten und ein oder zwei aktive Ordner reicht für eine komfortable mobile Nutzung aus. Den vollständigen Zugriff behält man über den E-Mail-Client auf dem Computer (z. B. Thunderbird) oder direkt über Partage auf einem großen Bildschirm.
Der Kalender synchronisiert sich unabhängig, wenn man die Exchange-Konfiguration gewählt hat. Bei IMAP muss der Kalender separat über das CalDAV-Protokoll hinzugefügt werden, was eine zusätzliche Handhabung darstellt, die die meisten Studenten vermeiden können, indem sie einfach den Kalender über die Mon Unistra-App abrufen.